handwerk Schleswig-Holstein e.V.

Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Aus drei mach einen: Handwerk plädiert für einheitlichen Mindestlohn

Kiel - Zur heutigen Debatte im Landtag über den Mindestlohn stellt Thorsten Freiberg, Präsident von Handwerk Scheswig-Holstein e.V., fest: „Wir begrüßen es sehr, dass die neue Regierungskoalition das Auslaufen des Landesmindestlohngesetzes beschlossen hat und erwarten, dass sie dies schnellstmöglich umsetzen wird.“ 

Gleichwohl sei auch der Ansatz von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz richtig, mittelfristig auch den vergaberechtlichen Mindestlohn abzuschaffen beziehungsweise dem Bundes-Mindestlohn anzupassen. Freiberg: „Was unsere Betriebe benötigen, ist zum einen eine planerische und rechtliche Sicherheit. Zum anderen brauchen wir eine unkomplizierte Handhabe, und deswegen ist es kaum vorstellbar, dass wir es mit drei unterschiedlichen Mindestlöhnen zu tun haben.“ Dieses System zu vereinheitlichen und zu vereinfachen, sei seit langem eine bedeutende Forderung des Handwerks, denn man könne nicht erkennen, so Freiberg, warum es einen vergaberechtlichen (9,99 Euro), einen landesgesetzlichen (9,18 Euro) und einen bundesgesetzlichen Mindestlohn (8,84 Euro) gibt. Freiberg: „Wir sagen ausdrücklich, dass wir nichts gegen einen Mindestlohn haben. Aber wir haben etwas gegen ein unüberschaubares System, das es den Betrieben schwer macht und ihren Bürokratieaufwand erhöht.“ Allein aus Gründen der Klarheit fordert das Handwerk deswegen, zu einem bundesweit einheitlichen Mindestlohn zu kommen.