handwerk Schleswig-Holstein e.V.

Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Dieselfahrer und Handwerker haben das Problem nicht verursacht – Politik MUSS Lösung finden!

Kiel - Zur heutigen Aktuellen Stunde im Kieler Landtag rund um drohende Diesel-Fahrverbote in Kiel macht der Präsident von Handwerk Schleswig-Holstein e.V., Thorsten Freiberg (Foto links), deutlich: „Wir müssen in dieser Debatte mal eines festhalten: Der Dieselfahrer hat das Problem nicht verursacht. Der Handwerker, der einen Diesel fährt, auch nicht. Aber sie alle sollen jetzt mit Fahrverboten bestraft werden? Das kann es doch nicht sein!“

Insofern sei es jetzt an der Politik, endlich – und egal, ob auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene– eine verlässliche Lösung zu erarbeiten und zu definieren. „Da darf der schwarze Peter nicht hin und her geschoben werden! Und es ist doch auch umweltpolitischer Blödsinn,wenn beispielsweise in Kiel Dieselfahrzeuge große Umwege in Kauf nehmen müssen und durch längere Fahrtzeiten nochmehr Schadstoffe ausstoßen!“

Verbockt habe diese Situation offenbar die Autoindustrie. Auf die müsse die Politik jetzt dahingehend einwirken, dass Handwerker und alle anderen Autofahrer sich keinen Kopf um ein Problem machen müssen, das sie weder selbst verursachthaben, noch es durch eigenes Zutun lösen können. Und wenn, so Freiberg weiter, eine Nachrüstung der Hardware das Ergebnis sei, das zielführend Sinn mache, dann müsse die Autoindustrie dafür finanziell gerade stehen!

„Fahrverbote sind unverhältnismäßig und tragen nicht zu einer Schadstoffentlastung bei. Wir vom Handwerk wartengespannt auf die Vorlage der Gutachten und des Luftreinhalteplans“, so Freiberg. „Wer Fahrverbote für Dieselfahrzeuge ernsthaft verhindern will, muss jetzt konkret liefern. In der Politik, insbesondere aber auch in der Industrie!“ Hier geht diepolitische Erwartungshaltung des Handwerks vor allem in Richtung Berlin: „Der Bund muss die Zulassungsvoraussetzungen für die Hardware nachrüstungen beschleunigen!“