handwerk Schleswig-Holstein e.V.

Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Fachkräftemangel erlaubt keine weiteren Experimente in der Beruflichen Bildung!

Kiel - Die heutige Debatte im Kieler Landtag um die Zukunft der Beruflichen Bildung in Schleswig-Holstein verfolgt der Wirtschaftsverband Handwerk Schleswig-Holstein e.V. kritisch. „Seit mehr als einem Jahr“, so Präsident Thorsten Freiberg, „wird im Wirtschaftsministerium die Zukunft der Beruflichen Bildung geplant und angesiedelt – da sollte es jetzt auch bleiben.“

Freiberg weiter: „Die berufliche Bildung im Allgemeinen und auch die Planung des Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung (SHIBB) im Besonderen sind gut im Wirtschaftsministerium aufgehoben.“ Jetzt erneut eine Strukturdebatte zu eröffnen, sei ein absolut unnötiges Experiment und eine Debatte zur Unzeit. „Wir müssen jetzt endlich rein in die Arbeit, damit das SHIBB – wie von der Landesregierung geplant – bis 2020 gegründet ist und bis zum Ende dieser Legislaturperiode funktionsfähig auf eigenen Beinen steht“, sagte Freiberg.

Er erinnerte zugleich daran, dass dies im Koalitionsvertrag mit dem Ziel einer besseren Verzahnung von beruflicher Ausbildung und Arbeitswelt so festgeschrieben sei. „Unsere Erwartungshaltung ist, dass dies angesichts von akutem Fachkräfte- und Azubimangel auch so umgesetzt wird.“ Jeder wisse, dass dem Handwerk in Schleswig-Holstein innerhalb der nächsten zwölf Jahre rund 100.000 Fachkräfte fehlen werden, mahnte Freiberg eindringlich.

Für das Handwerk ist es deshalb wichtig, dass in der Beruflichen Bildung alle Kräfte geeigneter Form berücksichtigt und gebündelt werden, um gemeinsam dem Fachkräftemangel entgegentreten zu können.