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Handwerk: Endlich bringt der Landtag die Berufsorientierung an den Schulen voran!

Kiel - Handwerk Schleswig-Holstein begrüßt, dass die Fraktionen von CDU, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und FDP sich heute im Landtag für ein Gesamtkonzept zur Berufsorientierung ausgesprochen haben. "Wir fordern im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel sowie vielen nicht besetzten Ausbildungsplätzen schon seit langem, dass an Schulen eine bessere Vorbereitung auf das Berufsleben stattfinden muss; dies ist heute aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt", freut sich Thorsten Freiberg, Präsident von Handwerk Schleswig-Holstein e.V.. Auch der Antrag der SPD-Fraktion, die Studien- und Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler an allen Schularten auszubauen, sei im Sinne des Handwerks, so Freiberg.

Entscheidend für eine erfolgreiche Berufsorientierungsphase, so Freiberg weiter, seien eine individuelle Beratung der jungen Menschen und die Bereitstellung qualifizierter Informationen. Der Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen falle die Aufgabe zu, über die Vielfalt dualer Ausbildungsberufe zu informieren und die Jugendlichen bei der Auswahl eines Ausbildungsberufs zu unterstützen, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspreche.

„Wir wollen Schülerinnen und Schülern durch Gespräche mit Ausbildern und Auszubildenden, durch Praktika, aber auch durch eine feste Einbindung des Themas im Schulunterricht besser als bisher in die Lage versetzen, sich schon im Vorfeld ein realistisches Bild des betrieblichen Alltags zu machen. So soll es ihnen auch leichter fallen, sich auf die neuen Herausforderungen einer Ausbildung einzustellen“, wünscht sich Freiberg für das Handwerk.

„Des weiteren ist es uns wichtig, dass nicht nur ein Studium eine Option nach dem Schulabschluss ist“, betont Freiberg. „Angesichts attraktiver Karriereoptionen der beruflichen Bildung, die einer akademischen Laufbahn in nichts nachstehen, muss auch in den Schulformen, die zur (Fach-)Hochschulreife führen, eine umfassende Berufsorientierung stattfinden.“

Worauf es jetzt ankomme, formuliert Freiberg klar: „Die heute gezeigten Bemühungen der Fraktionen dürfen keine leeren Absichtserklärungen sein. Es müssen konkrete Maßnahmen und Ideen folgen, die schnell in die Praxis umgesetzt werden können. Der Fachkräftemangel und die nicht besetzten Ausbildungsplätze sind jetzt ein Problem unserer Betriebe und nicht erst in zehn Jahren!“