handwerk Schleswig-Holstein e.V.

Das Handwerk - Die Wirtschaftsmacht von nebenan

Meister statt Master: Ausbildung im Handwerk lohnt und hat Zukunft!

Kiel - Zu den heute vorgelegten Zahlen der Agentur für Arbeit, nach denen fast 10.000 Ausbildungsplätze in Schleswig-Holstein bislang unbesetzt geblieben sind, stellt der in der vergangenen Woche wiedergewählte Präsident von Handwerk Schleswig-Holstein e.V., Thorsten Freiberg fest: „Das ist zum einen leider Ausdruck für den immer problematischer werdenden Fachkräftemangel. Zum anderen aber auch dafür, dass wir den jungen Menschen verstärkt die Perspektiven und Möglichkeiten im Handwerk bis hin zum berufsbegleitenden Studium oder dem Meisterbrief näher bringen müssen: Die Chancen für junge Leute imHandwerk sind so gut wie noch nie!

“Für die eigene berufliche Entwicklung, aber auch für den Geldbeutel lohne sich eine Ausbildung im Handwerk, so Freiberg:„Wer von der Schule nicht gleich an eine Hoch- oder Fachhochschule geht, steht deswegen nicht schlechter da. Im Gegenteil: Statistiken zeigen, dass die Arbeitslosenquote im Handwerksbereich deutlich niedriger ist als bei Hochschulabsolventen. Meister statt Master – das ist nicht nur ein leerer Spruch!“

Gemeinsam mit seinem Verband setzt Freiberg sich seit längerem dafür ein, dass Handwerksberufe beispielsweise auchan Gymnasien stärker in die Berufsorientierung eingebunden werden müssten. „Die Berufsorientierung solle an allen Schulformen die vielfältigen Chancen aufzeigen, die sich neben dem akademischen Weg bieten.“ Auch der Übergang von Schule zu Beruf sei weiter zu fördern, um Schülerinnen und Schüler – auch im Interesse der ausbildenden Betriebe – indie Lage zu versetzen, „ausbildungsreif“ zu sein.

Freiberg: „Wichtig ist uns im Handwerk vor allem die Stärkung der Beruflichen Bildung. Es ist toll zu sehen, was die jungenMenschen in den Betrieben, aber eben auch in unseren Berufsschulen, mit auf den Weg bekommen. Die duale Ausbildungin Deutschland mit ihrem Mix aus Praxis und Theorie hat international einen sehr großen Stellenwert, den wir in Deutschlandleider manchmal als selbstverständich nehmen und dabei seine Bedeutung verkennen.“